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Saturday, August 15, 2026

La Traviata on the lake stage

 

Sonnenuntergang hinter der Seebühne

We were already a little worried that, after the long spell of hot weather we’ve just had, another thunderstorm might interrupt—or even prevent—the performance. And the weather was almost as unpredictable as the plot unfolding on stage. You kept asking yourself: Do they love each other, or don’t they...? Is it going to rain, or isn’t it...? Is she going to die, or isn’t she...? One big back-and-forth.

The audience reflected this perfectly, too, with a constant rustling as people kept putting on or taking off their rain capes, depending on what the weather was doing. And then there was the emotional roller coaster the story itself pulled you into... It was all such a wonderfully chaotic mess—just like that particular Asterix album that kept popping into my mind throughout the whole thing.



Monday, August 11, 2025

Freischütz on the lake-stage

Freischütz Seebühne


A very crazy piece — or was it just the interpretation that was so crazy? The tropical night certainly didn’t detract from the eerie winter atmosphere.

And yes, the star of the evening was definitely Samiel — played absolutely brilliantly and wildly by Niklas Wetzel. He really reminded me of the Joker. Max, on the other hand, seemed more like a bit of an imposter by comparison.

I also really liked the twist towards the end, when the piece was finally given a happy ending — it almost became a little cheesy because of that...

 

Saturday, July 23, 2022

Mme Butterfly

 

Seebühne Bregenz


I hadn’t realized beforehand that this play was set in Japan. I only knew Nagasaki because of the atomic bomb. I’m not particularly drawn to Far Eastern culture, but the set alone was very simple and incredibly effective.

During the first act, a thunderstorm also rolled across the Allgäu in the background — with so much going on, you hardly knew where to look.

And yes, although there were a few slow stretches at the beginning, the ending featured a spectacular showdown, complete with a blazing fire (in that heat!) and the suicide of the female lead.

Children really shouldn’t be allowed to attend operas — that’s what makes the drama truly emotional...

And if they are allowed in, then perhaps dramas about fathers who have been estranged from their children should also be artistically explored from time to time, purely in the interests of fairness...


Wednesday, May 20, 2020

Eldar Saparayev in concert


Ungewöhnliche Zeiten erfordern ungewöhnliche Maßnahmen ... und unsere Stadt hat in Corona-Zeiten das Glück, dass Künstler in Ihr hängen geblieben sind und grad nicht weiter auf Tour gehen können. Und findige Leute organisieren hier Parkplatz- bzw. Balkon-Konzerte, welche das jeweilige Viertel ziemlich aufwerten. Zufällig vorbeigekommen und ... super! Klar wichtig ist es die Auflagen zu erfüllen und Abstand zu halten, aber auch wenns an dem Ambiente ein bisschen hakt, das tut der Stimmung keinen Abbruch. Entsprechend hatten wir das Glück Mr. Saparayev mit seinem Cello und einer Begleitung auf dem Akkordeon mitzubekommen. Anfangs eher klassisch mit Bach und dann ging es aber in Richtung Tango, für welchen der laue Sommerabend bestens geeignet war ... Viel Astor Piazolla zB "4 Season" und "Las Estaciones Portenas: Orteno Porteno". In Argentinien hätten sie spätestens zu diesem Zeitpunkt auf dem Parkplatz getanzt (trotz Corona-Auflagen) - ganz so ekstatisch ging es hier nicht zu ...
Solange unser Künstler noch nicht weiterreisen darf, besteht Hoffnung auf Wiederholung!

Tuesday, May 23, 2017

Cameron Carpenter im Münster




Ein wahres Klanggewitter, welches Cameron Carpenter da im Münster herunterließ, je nach Platz konnten einem da schon die Ohren klingeln. Teilweise klassisch, teilweise psychedelisch - mal laut, mal leise und sanft - aber immer anders, als man das von normalen Orgelkonzerten so kennt. War auch das erste Mal, dass das Münster in etwa einer Disco glich ....


Saturday, September 24, 2016

Die südwestdeutsche Philharmonie im Konzil

Der neue Dirigent feierte seinen Einstand und lockte und rockte die Rentner im Konzil, wie ein blonder Elvis. Wobei speziell Rachmaninoff, was von einem Ersatzmann gespielt wurde, wirklich der Hammer war. Finnlandia, war wie ein guter Drink im voraus, und bei "Bilder einer Ausstellung" hinterher konnte der Dirigent selbst seine Vorzüge richtig zur Geltung bringen und sich vom Publikum feiern lassen.

Sunday, July 26, 2015

Puccinis Turandot auf der Seebühne

 Hat mich alles ein bisschen an den chinesischen Staatszirkus erinnert: In China ist ein Menschenleben nicht viel wert und Individualität ist unerwünscht bzw.  man kann dort nur mit Höchstleistung aus der Menge hervorstechen. Ansonsten hat die Oper von Puccini mit der Zauberflöte von Mozart wieder viel Drama um  irgendeine Liebesgeschichte gemeinsam (scheint bei Opern üblich zu sein .... warum können die nicht einfach ohne viel Brimborium zusammenkommen? So ein Theater jedesmal ...) Einen Satz der Prinzessin zu diesem Thema konnte ich mir allerdings merken: "Such Dir einen Pfosten um Dir Deine Hörner abzustossen!"

Monday, August 25, 2014

Mozarts Zauberflöte auf der Seebühne

So - die erste vollständige Oper ist geschafft - wurde aber auch langsam Zeit. Auch wenn das nicht meine Musikrichtung ist .... - durch den modern interpretierten Papapgeno (hat bloss noch gefehlt, dass er rappt) und den Overkill an Technik, sowie das ganze Drumherum samt Publikum war es wieder ein Riesen-Erlebnis.

Wednesday, August 10, 2011

Andre Chenier auf der Seebühne


Meine erste Oper - und ich kann immer noch nicht sagen, dass ich jetzt eine Oper gesehen habe, weil diese war leider unvollständig .... Dafür hatten wir aber doppeltes Schauspiel: Naturschauspiel und das Theater auf der Seebühne standen in direkter Konkurrenz zueinander. Und sie haben sich gegenseitig nichts geschenkt. Letztendlich hat aber das Gewitter und der Sturm dann doch gegen die monumentale Seebühne und den riesigen Aufbau des badenden Toten (ein echtes Konstruktionswunder) gewonnen. Die Bühne wurde rechtzeitig geräumt (und wir wunderten uns noch, warum nach dem ersten Akt abgebrochen wird, wenn es doch nur fast durchgehend geregnet hatte und alle Stunts bisher unverletzt im Wasser gelandet waren). Das Schauspiel des Publikums war auch nicht zu unterschätzen: Davor aufgetakelt und elegant, danach in Plastikumhängen vor dem Wetter flüchtend. Auch eine Art Revolution - zwar nicht die französische Art, wie auf der Bühne, aber trotzdem nicht uninteressant und nicht weniger tüttelig, wie die Aristokraten da vorn. Auf der Heimfahrt waren dann auch einige Verluste zu beklagen - einige Plätze, welche auf der Hinfahrt noch besetzt waren, blieben leer. Wir hoffen das diese nicht dem Sensenmann, welcher in diesem Stück ständig lautlos präsent war und auch nacher auf der Flucht vor dem Regen noch rumhinkte (allerdings ohne Sense), zum Opfer gefallen sind.

Thursday, July 28, 2011

David Garrett live in Concert II


Man könnte meinen ich bin nur auf David Garret Konzerten unterwegs ... dem ist aber nicht so, sondern es handelt sich hier um einen reinen Zufall, das zwischen den zwei Konzerten von diesem Geiger kein anderes Event fiel (übrigens, wens interessiert: er hatte seit dem letzten Konzert leicht zugenommen :-). Diesmal wars unter freiem Himmel auf Schloss Salem und leider wieder nur Sitzplätze. Etwas weniger rockig das Ganze, mehr Klassik. Ein neuer Gittarist, welcher nicht weniger gut mit dem Geiger jamt ..... Wieder der selbe Efffekt, wie das letzte Mal: Ein Publikum, welches nicht zum Konzert passt und auch nicht so recht in Stimmung kommen will, obwohl das Ambiente auf dem Schloss wohl kaum besser sein konnte. Entsprechend auch die Reaktion vom Geiger, als die ersten bei der Ankümdigung der ersten Zugabe schon gehen: "Ihr werdet es nicht glauben, ich spiel nochmal was ..." Nicht weiter verwunderlich, dass wir danach den Geiger und seine Band auf der Fähre treffen, auf welcher sie ebenfalls schnell die Flucht Richtung Hotel angetreten sind.

Monday, November 15, 2010

David Garrett live in Concert

David Garret Schleyerhalle Stuttgart
Auch wenns schon ein Weilchen her ist, ich muss einfach noch ein paar Takte über dieses Konzert in der Schleyerhalle erzählen. Das hätte ich wirklich nicht erwartet, als ich die Karte letzte Weihnachten geschenkt bekommen habe. Ein astreines Rockkonzert mit Liedern von Led Zeppelin, Status Quo, Metallica, etc.... intoniert von einer Rockgruppe um David Garrett und einem Orchester dazu. Supercool - ich hatte mich schon auf einen eher langweiligen Klassikabend eingestellt. Gut letzte Weihnachten war auch die neueste CD des Geigers noch nicht verfügbar. Und eigentlich war die Karte für die Tour zu der vorletzten CD - aber mir scheint ihm selbst gefällt diese Musik deutlich besser, das macht ihn mir einiges sympatischer.

Auch witzig - David macht immer wieder nette Ansagen zwischen den Liedern bei welchen die unzähligen Frauen ganz verzückt werden. (Wenn man mehrere Konzerte von ihm besucht, kennt man diese Ansagen schon, weil es meist die gleichen Geschichtchen sind). Während einer Ansage hat er auch gebeichtet, dass er derzeit solo ist und vielleicht ja hier seine Traumfrau findet. Ich schliesse mal daraus, dass er eher auf ältere Frauen steht, da die Damen im Publikum, meist doch schon sehr reif wirkten und nicht so recht zum Outfit des Geigers passten. Aber wie sagte die Dame neben mir: Selbst die offenen vernieteten Springerstiefel und die in den Kniekehlen hängende Hose verhunzen ihr den Abend nicht ... Tja David, damit kannst Du sie Dir also schwerlich vom Leib halten - Deine Groopies :-)

Irgendwie konnte ich mir während des Konzerts eine gewisse Schadenfreude nicht verkneifen. Alle diese älteren, schicken Herrschaften hatten sich meiner Meinung nach leicht verirrt. Aber anscheinend war es umgekehrt, ich hatte mich verirrt - schon am Eingang war es mir sehr suspekt, dass ich nichts zum Essen oder Trinken mit in den Innenraum nehmen durfte und während des Konzerts war ich nahe daran auf dem Stuhl zu tanzen - Konzerte im Sitzen sind echt das Letzte - während die Nachbarn kein bisschen mitzuckten. Trotzdem gaben alle nach dem Konzert brav Standing Ovations und was mich weiterhin misstrauisch stimmt - all die Folge-Konzerte OpenAirs, etc. nächsten Sommer sind weiterhin super schnell ausverkauft und sauteuer. Ist es wirklich nur der Gesang beim Heavy-Metall, der diese Personengruppe stört oder sehen die 68er in der Zwischenzeit schon so alt aus und geben sich sio steif? Jedenfalls freu ich mich, dass alles auf einem Open Air nächsten Sommer zu wiederholen, da ist dann vielleicht das Publikum näher an meinem Alter, etwas unkomplizierter und der Charme der Schleyerhalle kann sowieso nicht unterboten werden ....